Der erste Tag bei Amazon

Der erste Tag bei Amazon

Lesezeit ca. 2 min

Nun war er gekommen, mein erster Tag als Versandmitarbeiter in Pforzheim. Pünktlich, noch vor 6.00 Uhr morgens traf ich beim Empfang ein, von wo aus wir (sechs Kollegen die bereits unter den 30 Mitbewerbern waren und wie ich dem Bereich Stow zugeteilt wurden) weitergeleitet wurden, um die Anwesenheit zu kontrollieren und um unserem Instructor zugewiesen zu werden. Ursprünglich waren es eigentlich acht neue Mitarbeiter, wie wir beim Aufrufen unserer Namen erfuhren. Ein Kollege ist nicht erschienen, macht also eine Quote von 12,5% – auf meine Frage hin, ob das die Regel sei gab es keine Antwort. Uns wurden nun die Batches zugeteilt, also unsere elektronische Stempelkarte (ID) und Türöffner für das Drehkreuz am Tower. Dann haben sich zwei Instructors vorgestellt, die uns ins „stowen“ einweisen sollen – gleichmäßig verteilt ging es ab in die Lagerhallen. Wir machten erst einmal einen ausgiebigen Rundgang durch fast alle Produktionsbereiche und Erika (Name geändert), Anfang 50, Mutter von drei Kindern und seit 2012 in Pforzheim dabei, demonstrierte uns erst einmal, dass sie hier fast jeden kannte.

Dann kamen wir im Bereich „Stow“ an und bekamen einen Scanner ausgehändigt. Für den Rest des Tages wurde uns kurz die Einstellung zur Anmeldung des Scanners am System diktiert und wir machten uns nach dem Motto „Learning by doing“ daran, die ersten Pakete einzulagern.

Der Stower Räumt Waren nach dem Chaosprinzip in die Regale ein // Foto (c) alamy

Dabei nutzt Amazon – wie manch andere Logistiker auch – das Chaosprinzip, bei dem keine Ware einen festen Lagerplatz besitzt. Stattdessen gilt das Prinzip des Platzsparens. Um die Waren zu finden, tragen alle Mitarbeiter einen Handscanner bei sich: Der, der Ware annimmt im Receive, sie einlagert, der Stower, sucht das nächstgelegene, freie Regalfach. Dort legt er das Produkt ab und verknüpft es per Scan mit dem System. Der, der die Ware später sucht und versenden soll, der Picker, erhält die Information, wo die Ware liegt, vom Handscanner und wird auf dem kürzesten Weg dorthin dirigiert. Jeder Laufweg ist vorgegeben, jede Minute eines Arbeitstages durchgetaktet, so macht es zumindest den Eindruck. Letztlich weiß nur der Computer, wohin es als Nächstes geht. Das spart Wege und Zeit, heißt es seitens Amazon.

War Euer erster Tag vergleichbar – auch in einem anderen Unternehmen? Wie startet man nachhaltig in den Beruf, sodass die Motivation nicht auf der Strecke bleibt? Verratet es mir in einem Kommentar.

2 Gedanken zu “Der erste Tag bei Amazon

    • Hallo Sandra,

      Ich bin auch sehr gespannt wie es weitergeht. Ich sitze gerade am Fazit der letzten Woche, der Artikel sollte bis heute Abend online sein.

      LG, Dani

Schreibe einen Kommentar zu Sandra Antworten abbrechen

shares